LED-Hallenleuchte richtig auswählen: So wird Ihre Halle hell und sparsam
Eine gute Hallenbeleuchtung entscheidet, ob in Lager, Werkstatt oder Sporthalle sicher und angenehm gearbeitet wird. Moderne LED-Hallenleuchten verbrauchen dabei deutlich weniger Strom als alte HQI- oder Natriumdampflampen. Damit die Leuchte zur Halle passt, kommt es auf fünf Punkte an.
1. Wie hell muss es sein? Lux-Richtwerte
Die nötige Beleuchtungsstärke hängt von der Tätigkeit ab. Als Richtwerte nach EN 12464-1 gelten:
| Bereich | Beleuchtungsstärke |
|---|---|
| Lagerhalle, Lagerflächen | 100–200 lx |
| Versand, Kommissionierung | ca. 300 lx |
| Werkstatt, grobe Arbeiten | ca. 300 lx |
| Werkstatt, feine Arbeiten | 500 lx und mehr |
| Sporthalle (Training) | ca. 300 lx |
Verbindlich sind die Werte der jeweils aktuellen Norm und Ihrer Arbeitsstättenvorgaben.
2. Wie viele Leuchten brauche ich? Ein Rechenbeispiel
Für eine erste Schätzung reicht eine einfache Formel: benötigte Lumen = Fläche × Lux ÷ (Wartungsfaktor × Raumwirkungsgrad).
Beispiel: Eine Werkstatt mit 20 × 30 m (600 m²) soll 300 lx erreichen. Mit einem Wartungsfaktor von 0,8 und einem Raumwirkungsgrad von 0,6 ergibt das rund 375.000 Lumen. Eine 150-W-Hallenleuchte mit etwa 22.500 Lumen deckt davon ein Sechzehntel ab – Sie brauchen also rund 17 Leuchten. Für eine genaue Planung empfehlen wir eine Lichtberechnung, zum Beispiel mit DIALux; fragen Sie uns gerne.
3. Montagehöhe und Abstrahlwinkel
- 4 bis 6 m: 90° oder 120° verteilen das Licht breit und vermeiden dunkle Zonen.
- 6 bis 10 m: 90° ist meist der beste Kompromiss.
- über 10 m: 60° bündelt das Licht, damit genug davon am Boden ankommt.
Als Faustregel sollte der Abstand zwischen den Leuchten nicht größer sein als die Montagehöhe.
4. Effizienz, Lichtfarbe und Farbwiedergabe
- Lichtausbeute: Gute Hallenleuchten erreichen 130 bis 160 Lumen pro Watt oder mehr. Je höher, desto niedriger die Stromkosten.
- Lichtfarbe: 4000 K (neutralweiß) ist der Standard für Arbeitsbereiche; 5000 bis 6500 K wirken kühler und werden oft in Lagern genutzt.
- Farbwiedergabe: Für Arbeitsplätze ist ein Ra-Wert (CRI) von mindestens 80 üblich.
- Blendung und Flimmern: Achten Sie auf einen niedrigen UGR-Wert und flimmerarme Treiber – besonders bei Maschinenarbeit.
5. Schutzart und Steuerung
- IP65 schützt vor Staub und Strahlwasser und ist für Lager, Werkstätten und Tiefgaragen die sichere Wahl.
- IK-Schutz (z. B. IK08) ist in Sporthallen wichtig, wo Bälle die Leuchten treffen.
- Dimmbar (1–10 V oder DALI) und mit Bewegungsmelder sparen Sie zusätzlich, wenn Bereiche nur zeitweise genutzt werden.
Lohnt sich der Umstieg von HQI auf LED?
Eine alte 400-W-HQI-Leuchte zieht mit Vorschaltgerät rund 440 W. Eine LED-Hallenleuchte mit 150 W liefert vergleichbar viel Licht und spart damit gut 60 % Strom. Dazu kommen der Sofortstart ohne Aufwärmzeit und eine deutlich längere Lebensdauer.
Unsere Empfehlungen
- 100W LED Hallenleuchte IK08 Neutralweiß (Art.-Nr. 4782) – 10.000 lm, 90°, schlagfest nach IK08: für Werkstätten und Sporthallen bis ca. 6 m.
- 150W LED Hallenleuchte Professional High Lumen 5700K (Art.-Nr. 2176) – 27.000 lm, 90°: viel Licht pro Watt für große Lager- und Produktionshallen.
- 200W LED Hallenleuchte IK08 Neutralweiß (Art.-Nr. 4774) – 20.000 lm, 90°: für hohe Hallen und als Ersatz für 400-W-HQI.
Sie sind unsicher, welche Leuchte zu Ihrer Halle passt? Schreiben Sie uns die Maße und Montagehöhe an [email protected] oder per WhatsApp – wir helfen gerne bei der Auswahl.







